Unsere Partnerorganisation CECO – ein Ort der Wertschätzung und Akzeptanz

Mobile Hilfen durch Straßensozialarbeit

Durch die aufsuchende Straßensozialarbeit erreichen die Sozialarbeiterinnen von CECO viele Mädchen und Frauen, aber auch Jungen und Männer, die in Not geraten sind. Die Sozialarbeiterinnen suchen die Menschen in ihren Sozialräumen auf und zeigen Hilfesuchenden in behutsamen Gesprächen die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten durch unsere Partnerorganisation auf. Die nächtlichen Straßensozialarbeitsangebote sind noch immer pausiert, da im vergangenen Jahr eine Sozialarbeiterin überfallen worden war und noch keine Transportmöglichkeit gefunden werden konnte, die den sicheren Heimweg unserer Mitarbeiterinnen garantiert.

Im Februar konnte eine neue Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Mütter in den Sozialräumen der Menschen installiert werden, die sich einmal wöchentlich trifft.

Die vielfältigen Beratungsangebote

Die Beratungsangebote unserer Partnerorganisation Chikulupililo Empowerment Community (CECO) werden von der Bevölkerung immer stärker wahrgenommen. Frauen und Männer jeden Alters suchten die Beratungsstelle in Mushili mit unterschiedlichsten Problemen auf, insbesondere jedoch wegen häuslicher Gewalt und Ehestreitigkeiten, HIV/Aids und wirtschaftlichen Nöten. Jenen Menschen, denen CECO durch seine Angebote nicht unmittelbar helfen kann, werden an kooperierende Institutionen weitervermittelt, sodass alle Unterstützung erfahren.

Sensibilisierung für Frauenrechte – Workshops und Kurse

Es fanden im ersten Halbjahr dieses Jahres verschiedene Workshops zu Frauenrechtsthemen statt, an denen Frauen und Männer teilnahmen. Darüber hinaus fand ein Seminar zu HIV/Aids statt, zudem vorwiegend ältere Frauen und traditionelle Heiler geladen waren. Ziel, diesen Kurs mit sambischen TraditionsträgerInnen abzuhalten, war, sie für die Notwendigkeit eines offenen Umgangs mit der schwerwiegenden Infektionskrankheit zu sensibilisieren.

(Aus-) Bildung für alle

Eine Schule für Frauen und Mädchen

Täglich herrscht ein reger Schulbetrieb, da nun bereits 58 Mädchen und Frauen im Alter von 14 bis 68 Jahren in drei Klassenstufen unterrichtet werden. Klasse 1-3 mit derzeit 20 Schülerinnen und Klasse 4-6 mit 18 Schülerinnen werden jeweils gemeinschaftlich unterrichtet und die 7. Klasse als Examensklasse mit 20 Schülerinnen individuell auf ihre Prüfungen vorbereitet. Das Examen der Schülerinnen an der CECO-Schule ist staatlich anerkannt, sodass die Schülerinnen mit dem Abschluss erfolgreich die Primarstufe durchlaufen haben. Der Lernwille der Schülerinnen ist ungebrochen.

Die Schule ist eine wichtige Institution unter dem Dach von CECO, das Vertrauen der Mädchen und Frauen zu gewinnen, um ihnen in allen Lebensbereichen unterstützend zur Seite stehen zu können.

Schneiderei, Kunst und Handwerk

Im Juni haben 25 Frauen erfolgreich den Schneiderkurs von CECO abgeschlossen und damit fast doppelt so viele Teilnehmerinnen zum Abschluss geführt als im vergangenen Jahr. CECO hat eine Sachspende an Nähmaschinen erhalten, sodass unsere Partnerorganisation die Angebote ausbauen konnte.

Außerdem hat CECO nun eine Strickmaschine angemietet, um Frauen in der Herstellung von Stricksachen aller Art auszubilden. Dieser Unterricht wird von einer Lehrerin angeboten, die derzeit ehrenamtlich tätig ist. 12 Schülerinnen nehmen momentan an dem Kurs teil, begeistert von den Möglichkeiten, die ihnen eine Strickmaschine bietet.

Unternehmens- und Existenzgründungen

Durch den Entrepreneurship – Kurs konnten 10 Frauen geschult werden, eigene kleine Unternehmen zu führen. Ein Großteil der Teilnehmerinnen waren Witwen, Frauen die für ihre Kinder und Enkelkinder aufkommen mussten. Nach erfolgreichem Training wurden die Frauen mit einem kleinen Gründungskapital ausgestattet, um eigene kleine Geschäfte aufzumachen.

Landwirtschaftskooperative – ein Konzept mit Zukunft

In Ndola gab es im ersten Halbjahr 2013 große Schwierigkeiten Saatgut und Düngemittel zu erwerben, was derzeit gravierende Konsequenzen für die Bevölkerung hat. Die Menschen können kein Gemüse anbauen, was insbesondere schwerwiegende Folgen für die arme Bevölkerung mit sich bringt. Schon jetzt stehen die Menschen in langen Schlangen vor Lebensmittelgeschäften, um Nahrung zu erwerben. Die Preise für Lebensmittel sind hoch. Die Prognose ist, dass sich die Lage zum Ende des Jahres hin zuspitzen wird. Die von CECO gegründete Landwirtschaftskooperative mit ihren derzeit 22 Mitgliedern verfolgt durch ihren gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb die einzelnen Mitglieder wirtschaftlich zu fördern. Die Frauen der Kooperative sind von den Problemen nicht betroffen, da sie Saatgut erwerben konnten, bevor es zu einem Engpass kam und sie zudem gute Ernten zu verbuchen haben. Die Frauen der Landwirtschaftskooperative erhalten Weiterbildungen und Seminare in nachhaltiger Landwirtschaft – durchgeführt durch das Landwirtschaftsministerium. Somit gewinnt die Kooperative mit ihrem solidarischen Ansatz immer mehr an Bedeutung.