sodalis erhält Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission

Heidelberg, der 19.02.2014: Dei Deutsche UNESCO Kommission hat den Heidelberger Verein sodalis – Partnerschaft für Eine Welt als Projelt der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.


Logo_UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014_nr2_cmyk“sodalis – Partnerschaft für Eine Welt zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln”, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees un der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

sodalis – Partnerschaft für Eine Welt e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich in Kooperation mit einer lokalen NGO in Sambia für Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt einsetzt und Betroffene durch vielfältige Unterstützungs-, Beratungs-, (Aus-) Bildungsangebote und Schutzangebote fördert.

Zur langfristigen Finanzierung seiner Partnerorganisation in Sambia wird ein biologischer Landwirtschaftsbetriebs als Sozialunternehmen aufgebaut, das in der Herstellung von Nahrungsmitteln naturschonende Produktions- und Anbaumethoden umsetzt und auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Die Erzeugnisse werden auf lokalen Märkten vertrieben und die erwirtschafteten Gewinne in die Unterstützungsprogramme für in Not geratene Frauen und Mädchen reinvestiert. Gleichzeitig dient der Biolandbetrieb als Ausbildungsstätte einer landwirtschaftlichen Frauenkooperative, die sich unter dem Dach der Partnerorganisation in Sambia mit dem Ziel gegründet hat, als Solidargemeinscheinschaft die einzelnen Mitglieder wirtschaftlich zu fördern, Nahrung und Existenz ihrer Familien und damit Autonomie zu sichern. Weitere Frauenkooperativen sollen von den Möglichkeiten nachhaltiger Anbaumethoden, wie der Einhaltung von Fruchtfolgen zur Ertragssteigerung und die Verwendung einheimischen Saatguts, profitieren.

Durch eine Anschubfinanzierung über einen definierten Zeitraum, durch Beratung und Vermittlung von spezialisierten Fachkräften leistet sodalis – Partnerschaft für Eine Welt Aufbauhilfe.

In Deutschland verfolgt “sodalis” außerdem das Ziel entwicklungspolitischer Bildungsarbeit.

UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014)

Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.

Anforderungen an Dekade-Projekte

Eine Jury aus Experten entscheidet über die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.

Weitere Informationen unter:
www.bne-portal.de/projekte
www.bne-portal.de/kommunen

Aktuelles: Ein Neubau braucht Ihre Hilfe!

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Unsere Partnerorganisation CECO ist seit ihrer Gründung vor vier Jahren rasant gewachsen. Hunderte Menschen haben bereits Unterstützung durch die SozialarbeiterInnen von Chikulupililo Empowerment Community erfahren. Es hat sich in der Region herumgesprochen, dass die Organisation eine vertrauliche und verbindliche Anlaufstelle für Hilfesuchende ist.

Da immer mehr Menschen die angebotenen Unterstützungs- und Ausbildungsprogramme in Anspruch nehmen, haben wir uns bereits im letzten Jahr entschieden, ein Bauvorhaben umzusetzen. Hierfür konnten wir bereits mit Hilfe der Cultura GmbH ein Grundstück erwerben.

Die Vorbereitungen für den Neubau sind nun angelaufen. Der Bauingenieur Albert Lernout ist im Oktober von Deutschland nach Sambia gereist, um eine erste Planung und Konzeption des Neubaus vorzunehmen. Er hat nun einen Gebäudekomplex geplant, der folgende Bereiche beinhaltet: Beratungsstelle, Notunterkunft, Schule und Ausbildungsstätten und ein Häuschen für Wachpersonal und Wasserpumpen. Albert Lernout hat sich bereit erklärt, das Bauvorhaben unentgeltlich vor Ort zu betreuen und begleiten.

Die Gesamtkosten der Neubauten belaufen sich auf  knapp € 200.000,-

Spendenkonto: sodalis – Partnerschaft für Eine Welt e.V.

Konto-Nr. 600 962 8600

BLZ 430 609 67

GLS Gemeinschaftsbank Bochum

oder

IBAN: DE13 4306 0967 6009 6286 00

BIC GENODEM1GLS

GLS Gemeinschaftsbank Bochum

Halbjahresbericht 2013

Jahresbericht 2012

I. Vielfältige Hilfe durch individuelle Unterstützungsangebote

Halbjahresbericht 2012

Die große Mehrheit der etwa 11 Millionen Einwohner Sambias gehört zu den ärmsten Bewohnern der Erde. Insbesondere Frauen und Kinder sind von der Armut betroffen! Das hat tiefgreifende Auswirkungen auf alle Lebensbereiche der Menschen und begünstigt Perspektivlosigkeit und Gewalt. Frauen und Mädchen gehören in Afrika immer zu den ersten Opfern der Gewalt. Wir von sodalis – Partnerschaft für Eine Welt und unsere Partnerorganisation vor Ort in Sambia – Chikulupililo Empowerment Community (CECO) – haben uns daher zur Aufgabe gemacht, vielfältige Unterstützungsangebote für Frauen und Kinder zu schaffen, das Schweigen zu brechen und Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Jahresbericht 2011

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1. Reiches Land – arme Bevölkerung

Im September diesen Jahres wurde in Sambia gewählt. Rupia Bandah, der alte Präsident verlor die Wahlen gegen seinen Herausforderer Michael Sata. Sata hatte die Ausbeutung Sambias durch die Chinesen erfolgreich zu seinem Wahlkampfthema gemacht.
Durch den Verfall des Kupferpreises und den Zusammenbruch der Kupferindustrie durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 hat die Armut im industriellen Zentrum Sambias, dem Kupfergürtel, in den letzten Jahren stark zugenommen. China hat sich in dieser Zeit in dem Land am Zambesi-Fluss stark ausgebreitet, Kupferminen aufgekauft und große Infrastrukturprojekte initiiert. China hat sich zum größten Investor in Sambia entwickelt und ist gleichzeitig größte Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Investoren halten sich dabei aber nicht unbedingt an die Gesetze. Sie sind gegen die Gewerkschaften eingestellt und missachten das sambische Arbeitsrecht, teilweise auf grausame Weise. 2010 hatte beispielsweise ein chinesischer Minenbesitzer 17 Bergbauarbeiter im Kupfergürtel erschossen, die gegen die miserablen Arbeitsbedingungen protestiert hatten. Das anschließende Gerichtsverfahren gegen die Chinesen verlief im Sande.
Gleichzeitig verdrängen chinesische Kaufleute mit dem Import von Kleidung, Geflügel und anderen einheimischen Produkten einheimische Hersteller und Händler. Überall gibt es chinesische Bauprojekte. Jedoch nur wenige Arbeitsplätze werden durch die Chinesen geschaffen. Sie bringen ihre eigenen Arbeiter mit, um die Kosten niedrig zu halten. Nach Schätzungen leben bereits zehntausend Chinesen in Sambia.
Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch und Frauen sind zunehmend die „Breadwinner“ der Gesellschaft. Häufig verfügen sie über keine Ausbildungen, weshalb sie die Rolle nur schwer ausfüllen können. Die Armut, gerade unter Frauen und Kindern breitet sich rasant aus. Daher spricht man auch von einer Feminisierung der Armut, welche zu deutlicher Benachteiligung sowohl in sozialen als auch in ökonomischen und politischen Bereichen führt.
Frauen sind vielfältigen Formen von Diskriminierung, physischer und sexualisierter Gewalt und unsicheren Besitzverhältnissen ausgesetzt. Das Gewohnheitsrecht aller 72 Ethnien in Sambia besagt beispielsweise, dass im Falle von Scheidung oder Tod des Ehemannes, das ganze Vermögen in den Besitz der Familie des Ehemannes übergeht. Dadurch entstehen starke Abhängigkeiten, weshalb Frauen häufig Gewalt und Erniedrigung ertragen und in ihrer Ehe verbleiben. Ca. die Hälfte aller Frauen in Sambia geben laut internationalen Menschenrechtsorganisationen an, körperliche und sexualisierte Gewalt zu  erfahren.

sodalis in der Schwetzinger Zeitung

Mittwoch, 21.11.2011

Halbjahresbericht 2011

21 26.06.2011: Nicht nur Mädchen und Frauen, sondern auch Jungen und Männer profitierten in der ersten Jahreshälfte von den Unterstützungsangeboten unserer Partnerorganisation Chikulupililo Empowerment Community (CECO). Durch die regelmäßige aufsuchende Sozialarbeit konnten von Kindern geführte Haushalte, Alleinerziehende und eine beträchtliche Anzahl misshandelter Frauen und Kinder identifiziert und unterstützt werden.

Bericht aus dem Projekt, September 2010

Vor sieben Monaten hat unsere Partnerorganisation Chikulupililo Empowerment Community  (CECO) ihre Arbeit aufgenommen mit dem Ziel eine Oase der Hoffnung zu sein, die darin Unterstützung leistet, Ressourcen und Potentiale der Gesellschaft freizusetzen.

Bericht aus dem Projekt, Mai 2010

Die Arbeit unserer Partnerorganisation in Sambia, Chikulupililo Empowerment Community, ist sehr gut angelaufen. Bei einem Projektbesuch im April/Mai 2010 konnten wir uns persönlich von einer außergewöhnlichen und beeindruckenden Arbeit überzeugen.