1
Unsere Partnerorganisation in Sambia Chikulupililo Empowerment Community (CECO) setzt sich für die Verbesserung der Lebenslagen von Frauen und ihren Kindern ein, die Diskriminierung, Unterdrückung, Benachteiligung und sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind.
Es soll ein vielseitiges Unterstützungsangebot für Frauen und ihre Kinder in schwierigen Lebenslagen geschaffen werden. Dieses Ziel wird durch ein dreisäuliges Programm umgesetzt, um möglichst viele Frauen und Kinder in Not zu erreichen. Es besteht aus Straßensozialarbeit, einer Anlauf- und Beratungsstelle und einer vorübergehenden Notunterbringung.

Sozialprogramme:

  • Straßensozialarbeit: Straßensozialarbeitprogramme sind ein niedrigschwelliges Angebot für Frauen und ihre Kinder an ausgewählten Orten, an denen sich soziale Missstände und Probleme besonders konzentrieren. Die Programme der Straßensozialarbeit richten sich an jene Frauen und Kinder, die aufgrund ihrer ganz spezifischen Lebenslagen keine Möglichkeit haben, die Beratungsstelle aufzusuchen, dennoch aber bedürftig sind und dringend Unterstützung benötigen. Hierzu zählen u.a. Alleinerziehende, von Kindern geführte Haushalte, HIV/Aids – Betroffene, Prostituierte, etc. Regelmäßige Besuche und Kontinuität sind notwendig, um eine Vertrauensbasis zu den Frauen und Jugendlichen/Kindern aufzubauen.
  • Beratungsstelle: In der Beratungsstelle wird der individuelle Bedarf einer Hilfe suchenden Frau und ihrer Kinder ermittelt, um dann ganz spezifische Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen zu können. Frauen sollen befähigt und bestärkt werden, eigene Handlungsspielräume wahrzunehmen und zu erweitern. Sie sollen auf die Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse Einfluss nehmen, um so eine Verbesserung ihrer Lebenssituation, Teilhabe und sexuelle Selbstbestimmung zu erzielen. Für Jugendliche und Kinder sollen Bedingungen geschaffen werden, die ihnen altersgerechte Lebensweisen ermöglichen.
  • Notunterbringung: Die temporäre Notunterbringung von Frauen und ihren Kindern wird in besonders schwerwiegenden Fällen angeboten, um ihnen bei akuter Gefahr und Bedrohung Schutz und Obhut zu geben, bis ihre Situation geklärt oder neue Perspektiven entwickelt worden sind.
  • Schule und Ausbildung: Durch die Implementierung von verschiedenen (Aus-) Bildungsprogrammen begegnet CECO dem steigenden Bedarf, Frauen zum Einen ein Grundrecht auf Bildung zu ermöglichen und zum Anderen sie auf die Rolle als „Breadwinner“ der Gesellschaft vorzubereiten. Konkret wird Primarschulbildung (Klasse 1-7) angeboten. Darüber hinaus werden Kurse in ökologischer Landwirtschaft, Entrepreneurship, Scheidern und Kunsthandwerk angeboten.

Sozialunternehmen:

Neben den Hilfsprogrammen entstehen gewinnbringende Sozialunternehmen zur langfristigen Finanzierung der sozialen Programme.

Geplant ist der Aufbau eines biologischen Landwirtschaftsbetriebs als Sozialunternehmen, das in der Herstellung von Nahrungsmitteln naturschonende Produktions- und Anbaumethoden umsetzt und auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Mineraldünger und Gentechnik verzichtet.

Die Erzeugnisse werden auf lokalen Märkten vertrieben und die erwirtschafteten Gewinne in die Empowerment- und Unterstützungsprogramme für Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt reinvestiert.

Gleichzeitig dient der Biolandbetrieb als Ausbildungsstätte einer landwirtschaftlichen Frauenkooperative, die sich unter dem Dach der Partnerorganisation in Sambia mit dem Ziel gegründet hat, als Solidargemeinscheinschaft die einzelnen Mitglieder wirtschaftlich zu fördern, Nahrung und Existenz ihrer Familien und damit Autonomie zu sichern. Weitere Frauenkooperativen sollen von den Möglichkeiten nachhaltiger Anbaumethoden, wie der Einhaltung von Fruchtfolgen zur Ertragssteigerung und die Verwendung einheimischen Saatguts, profitieren.